6 interessante und lustige Fakten über die Luftpolsterfolie

Luftpolsterfolie wird seit Anfang der sechziger Jahre nicht nur zum Verpacken und Schützen der verschiedensten Güter verwendet, sondern hat zusätzlich noch einige weitere Verwendungs- und Einsatzmöglichkeiten gefunden. So nutzen viele die sogenannte Knallfolie auch zum Stressabbau. Einige weitere Verwendungsmöglichkeiten, aber auch mehr als eine Handvoll lustige, aber auch teils interessante Fakten folgen nun in den kommenden Absätzen.

Ursprünglich als Tapete verwendet

Zwar sind gemusterte Tapeten nicht mehr genauso angesagt, wie in den fünfziger und sechziger Jahren, allerdings werden sie immer noch in Massen gekauft und tapeziert. Doch wohl kaum jemand kann sich vorstellen, eine Tapete mit Luftpolster an seine Wand zu kleistern. Doch genau dafür war die besondere Folie damals gedacht. Denn im Jahr 1957 wollte Al Fielding, ein Ingenieur, mithilfe von Marc Chavannes, einem Erfinder, eine spezielle Tapete mit einer erhöhten Textur herstellen und verkaufen.

Dazu wurden zwei Duschvorhänge zusammengeklebt und so dicht versiegelt, dass dazwischen Luftblasen bzw. Luftpolster entstanden. Dies war zwar eine gute Idee, wie sich später herausstellte, nicht jedoch für die Verbraucher und deren Zimmerwände. Denn das Produkt wurde alles andere als ein Verkaufsschlager.

Auch als Gewächshausisolierung verwendet

Aus diesem Grund beschlossen die beiden Männer das Produkt anderweitig einzusetzen und zu verkaufen. Dieses Mal in Gewächshäusern zur Isolation und zur Aufrechterhaltung der Wärme. Dies funktionierte tatsächlich, allerdings war auch das kein wirklicher Verkaufsschlager, da den Verbrauchern die Idee, ein Gewächshaus oder etwas dergleichen in Plastik zu verpacken, nicht so geheuer war. Daher schien es, als wäre die speziell hergestellte Folie zwar eine gute Idee, aber ohne einen großen Nutzen für die Verbraucher, bis jemand schließlich auf den Gedanken kam, sie als Schutz für Waren zu verwenden.

Abgesicherter Sprung aus dem sechsten Stock

Ja, Sie haben richtig gelesen, sollten es jedoch besser nicht ausprobieren. Im Jahr 2011 kamen Berechnungen dazu, dass exakt 39 Schichten der besagten Folie ausreichen, um einen Sprung aus dem sechsten Stock zu überleben und erfolgreich abzufedern.

Große Verwechslung – Plopp-Geräusche als Pistolenschüsse

Die allseits bekannten Plop-Geräusche, wenn man die Polster der Folie zerdrückt, lösten im Dezember 2015 eine große Verwechslung aus. Denn in Albuquerque, New Mexico, genauer gesagt, in der dortigen Luftwaffenbasis der Kirtland Air Force, wurden zahlreiche Sicherheitskräfte unter Waffen zusammengezogen, nachdem Schüsse gemeldet wurden. Letztendlich stellte sich jedoch heraus, dass es sich lediglich um die Plopp-Geräusche der Polster einer Folie handelte, die jemand kaputtmachte.

Eine Luftpolsterfabrik ist wie ein Ofen

Bei der Herstellung der Folie werden zwei Folienschichten mit Klebemitteln, meistens Harz, zusammengeklebt. Dabei erhitzen die verwendeten Maschinen teilweise bis auf 560 Grad Celsius, wodurch es in den Fabriken immer unglaublich heiß ist.

Immer noch eine Isolierungsmethode

Trotz der heutigen Verwendung als Schutz für Waren, bei der Lagerung und dem Transport, hatten die beiden Erfinder damals recht mit ihrer Annahme. Wie geschildert wollten die beiden Männer die Folie ursprünglich als Isolierung nutzen, was erwiesenermaßen möglich ist. Denn bringt man die Folie um Fenster herum an, wird die Wärme im Inneren erhalten und die Zimmer bleiben im Sommer kühler. Dies liegt daran, dass die eingeschlossene Luft in den Polstern bzw. Blasen eine thermische Rückhaltewirkung besitzt.

6 hilfreiche Verwendungszwecke von Luftpolsterfolie

In diesem Kapitel geht es einzig und allein um die Verwendungszwecke vom Verpackungsmaterial Luftpolster bzw. der zugehörigen Folie. Besser geht soll es um Wiederverwendungszwecke gehen. Denn jeder bekommt ab und an mit seinen Bestellungen etwas von der Folie zugeschickt, damit die Ware geschützt ist. Nur die wenigstens verwenden diese dann jedoch auch.

Sauberer und effizienter Kühlschrank

Dies ist so simpel wie praktisch; einfach die Folie in Stücke schneiden, die genauso groß sind, wie die Fächer und Schubkästen im Kühlschrank. Anschließend wird der Kühlschrank mit diesen Stücken sozusagen ausgekleidet. Dies hält den Kühlschrank sauber, schützt anfällige Lebensmittel, wie Obst und Gemüse vor Druckstellen und macht die Kühlung effizienter. Zudem müssen die Fächer im Grunde nie wieder gereinigt werden, denn wenn die Folien dreckig sind, werden sie einfach durch neue ersetzt.

Gefrorene Lebensmittel gefroren halten

In einen ähnlichen Anwendungsbereich geht der zweite Trick; denn man kann neben dem Kühlschrank auch seine Stoff- oder Jutebeutel zum Einkaufen mit dem Verpackungsmaterial Luftpolster auskleiden und befestigen. Dies bewirkt, dass die Einkäufe entweder kalt oder heiß bleiben.

Nie wieder Eiskratzen im Winter

Kaum jemand kratzt gerne an einem kalten Wintertag Eis von der Windschutzscheibe. Doch dank der Folie mit den Luftpolstern muss man dies nie wieder machen. Dazu legt man einfach am Abend ein großes Stück der Folie auf die Scheibe und befestigt dies. Über Nacht sammeln sich dann darauf Schnee und Eis und am nächsten Morgen kann man die Folie einfach abziehen oder abrollen. Dies spart viel Zeit sowie auch Nerven und ist wirklich bequem.

Pflanzen vor Frost schützen

Neben dem Schutz der Windschutzscheibe vor Frost ist auch der Schutz von Pflanzen vor Frost mithilfe der Folie möglich. Dazu schneidet man lediglich die Folie so zu, dass sie um die Pflanze gewickelt und gelegt werden kann. Zudem kann man auch den Boden der Pflanzen oder neu ausgesäten Boden mit den Luftpolstern schützen. Sowohl gegen Frost und Schnee als auch gegen starken Wind und Sturm hilft diese Möglichkeit.

Rohre vor Kälte schützen

Ein drittes und letztes Mal geht es nun um den Schutz vor Kälte. Denn auch anfällige Rohrleitungen kann man mithilfe der Folie vor Kälte im Winter schützen. Bevor man riskiert, dass die Rohre platzen, sollte lieber viel Folie mit Luftpolstern mehrfach um die Rohre gewickelt werden.

Wärmen des Gewächshauses

Der abschließende Verwendungszweck bezieht sich zurück, auf die ursprüngliche Idee von Fielding und Chavannes. Denn die Folie ist nicht nur zum Schutz zahlreicher Waren oder vor Kälte hilfreich, sondern eben auch zum Wärmen. Im speziellen Fall natürlich zum Wärmen von Gewächshäusern. Ohne teure Baumaterialien oder eine extra Heizung kann man so nämlich sein Gewächshaus sehr kostengünstig warm und isoliert halten.

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